Samstag, 5. Mai 2007
Entwicklungshilfe
Die sch-Barriere ist und bleibt ein gefürchteter Angstgegner deutscher Palindrome. Aus Übersee naht unerwartete Unterstützung ...
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Fundstücke
Dienstag, 1. Mai 2007
Pimp my word: Mai
Schön, dass alles blüht und grünt! Der Mai tut's nicht. Jedenfalls nicht vom Wort her: ein echter Dreibuchstabenhoch ;) Wie wollte der seine Ärmchen zu etwas Unentwirrbarem verknoten?
Ob der Mai vielleicht einen großen Bruder hat, der's besser könnte und uns schienbeintretend zum Stolpern brächte? Finden wir es doch heraus! Schließlich ist heute Tag der Arbeit und die Sippe der Dreibuchstabigen umfasst rund 200 Wörter. Da wäre es doch faszinierend, wenn es eine Möglichkeit gäbe, denen gewissermaßen schon an der Nasenspitze ihre Widerspenstigkeit ansehen zu können. Wir bräuchten uns dann nur den harten Kern rauszugreifen ...
Einen Anhaltspunkt bietet der Umstand, dass eigentlich nur 10 Buchstaben für 75% der gesamten Wortschöpfung verantwortlich sind. Für die restlichen bleibt da oft nur ein Seltenheitswert. Man kennt das ja vom Scrabble ;) Hier die komplette Fahndungsliste. Damit ergibt sich für den Mai -> M: 2,53%, A: 6,61%, I: 7,55% ein Mittelwert von 5,5.
Wenn bekannte Palindrome wie "ein/nie", "Eis/sie" und "die/Eid" auf Werte zwischen 10 und 12 kommen, dann liegt der Mai offenbar im unteren Mittelfeld des Machbaren. Schwierig wird's erst noch: ich (5,1), Axt (4,2), lax (3,3), fix (3,1), Typ (2,3), Zoo (2,1), Jux (1,6).
Die gute Nachricht: am Ende erweist sich auch Jux als Palindrom. Wer's nicht glaubt, muss die ganze Story lesen: Des Widerspenstigen Zählung. Falls Sie also mal bei Günther Jauch sitzen sollten und als Millionen Euro-Frage zu beantworten haben, welche der gezeigten dreibuchstabigen Wörter palindrom sind, können Sie getrost "Alle!" sagen ;)
Die Liebedienerei: Tide, Mnemon, Organelle?
Zier humanem Mai: Uterus-Algebra!
Flöz: Lohn ebener Eis-Algesien = Gneise.
Glasieren: Ebenholz + Ölfarbe + Glasur = Etui.
Ammen am u(h)reizellen-agronomen Meditieren:
Eide & Beileid.
Zier humanem Mai: Uterus-Algebra!
Flöz: Lohn ebener Eis-Algesien = Gneise.
Glasieren: Ebenholz + Ölfarbe + Glasur = Etui.
Ammen am u(h)reizellen-agronomen Meditieren:
Eide & Beileid.
Ob der Mai vielleicht einen großen Bruder hat, der's besser könnte und uns schienbeintretend zum Stolpern brächte? Finden wir es doch heraus! Schließlich ist heute Tag der Arbeit und die Sippe der Dreibuchstabigen umfasst rund 200 Wörter. Da wäre es doch faszinierend, wenn es eine Möglichkeit gäbe, denen gewissermaßen schon an der Nasenspitze ihre Widerspenstigkeit ansehen zu können. Wir bräuchten uns dann nur den harten Kern rauszugreifen ...
Einen Anhaltspunkt bietet der Umstand, dass eigentlich nur 10 Buchstaben für 75% der gesamten Wortschöpfung verantwortlich sind. Für die restlichen bleibt da oft nur ein Seltenheitswert. Man kennt das ja vom Scrabble ;) Hier die komplette Fahndungsliste. Damit ergibt sich für den Mai -> M: 2,53%, A: 6,61%, I: 7,55% ein Mittelwert von 5,5.Wenn bekannte Palindrome wie "ein/nie", "Eis/sie" und "die/Eid" auf Werte zwischen 10 und 12 kommen, dann liegt der Mai offenbar im unteren Mittelfeld des Machbaren. Schwierig wird's erst noch: ich (5,1), Axt (4,2), lax (3,3), fix (3,1), Typ (2,3), Zoo (2,1), Jux (1,6).
Die gute Nachricht: am Ende erweist sich auch Jux als Palindrom. Wer's nicht glaubt, muss die ganze Story lesen: Des Widerspenstigen Zählung. Falls Sie also mal bei Günther Jauch sitzen sollten und als Millionen Euro-Frage zu beantworten haben, welche der gezeigten dreibuchstabigen Wörter palindrom sind, können Sie getrost "Alle!" sagen ;)
Sonntag, 29. April 2007
Des Widerspenstigen Zählung
Beim Arbeiten mit Palindromen hat man eigentlich nur eine gefühlte Größe für deren Widerspenstigkeit. Oft ergibt sich einiges fast von selbst, während anderes Umwege oder Kunstgriffe erfordert und manches nahezu unmöglich scheint. Gelingt es dann doch, ist der Stolz natürlich groß und man würde das Bezwungene nur allzugerne abwägen können. Wie groß war die genommene Hürde hier? Vielleicht ließe sich ein solcher Schwierigkeitsgrad auch anders beziffern als mit der Daumenpeilung zwischen "easy", "geht so" und "Verdammt!".
Elias Canetti schrieb einmal: "Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat." Und so kommt es, dass in diesem Gewimmel bestimmte Buchstaben die Hauptarbeit erledigen, während man andere kaum bzw. selten zu Gesicht bekommt. "ASTRINDE" und "MOLCH-LUG" könnten da als Eselsbrücke dienen. Sie enthalten die 15 häufigsten in deutschen Texten vertretenen Buchstaben:
Der scheue Rest ist hier zu finden: Wikipedia. Mit dieser Drei-Klassen-Gesellschaft der Buchstaben lässt sich grob die Gängigkeit von Wörtern abschätzen. Addiert man bei bekannten Palindromen die Werte jedes einzelnen Buchstaben und bildet daraus den Mittelwert, erhält man z.B. für
Reliefpfeiler 8,4
Retsinakanister 8,3
und für die derzeit 18000 Buchstaben meines Romans 7,8. Damit lässt sich das Feld abstecken und sehen, welche Früchte es trägt. Der Mai naht und damit auch die spannende Frage, ob nicht vielleicht alle dreibuchstabigen Worte palindrom(ierbar) sind. Erfahrungsgemäß lassen sich auf diesem Raum sprachlich kaum Hürden aufschichten, die nicht rückwärts wieder abzutragen wären. Fände man hier die Extremfälle, bräuchte man nicht wahllos alle durchzuprobieren. Nach meiner Zählung existieren zwischen "Aal" und "zur" davon immerhin 180 Exemplare. Mit dieser Systematik kann man ganz gut die leichten Fälle aussortieren:
See (14), Tee (13,7), Ehe (13,2), Lee (12,7), Fee (12,2), ein/nie (11,6), den (10,8), Eis/sie (10,7), neu (10,5), die/Eid (10)
das Mittelfeld durchstöbern,
nix (5,8): "Tarot-Kodex in Nixe" - Doktorat
ski (5,3): Metabolit: Skisumme dem Musikstil. Ob Atem?
fit (5,1): Einreiher! Ein Rotstift fit storniere hier nie.
ich (5,1): Nie werd ich Cidre-Wein.
Axt (4,2): Hass & Diabolie: BTX-Axt bei Lob Aids sah.
Wut (4,1): Nie Fakire. Manitu-Wut in Amerika. Fein!
Ruß (3,9): Modell ahnen. Ruß & Urnenhalle: Dom.
lax (3,3): Metaxa: lax Atem.
fix (3,1): Bei dem Taxi fix atme, Dieb!
um sich schließlich den Exoten zu widmen:
bog (2,5): TV-Rennerei: Zodiak alle. Dann Ego-Brevier Brei verbogen, Nadel-Lakai! Dozieren nervt.
Lok (2,4): Kolossal: Lasso & Lok.
Mob (2,3): Bombiges? Eide! Diese gib Mob.
Typ (2,3): Python! Oh! Typ?
zog (2,2): Nein, extra Zelluloid & Armani. Ego-Zeit kam! Aktie zog ein. Am Radio lulle zart Xenien.
Fuß (2,1): Die Ruß-Ufer: Helix. Exilehre: Fuß & Ureid.
Zoo (2,1): So Ozelot-Systole: Zoos.
wob (2,1): Notruf. Ohne Summe dominiert Siegel. Wob Bowle Geist rein im Odem? Musenhof-Urton.
vom (1,9): Vita, du Ast, Top-Movie sei! Vom Pottsau-Dativ.
Jux (1,6): O Grab. Meiji-Jux: Ujiji-Embargo.
Q.E.D. ;)
Natürlich ist dieser Vorhersage-Algorithmus als Anhaltspunkt nicht absolut zu nehmen. Wie die Ameisen folgen auch Buchstaben einigen Pfaden und Verzweigungen häufiger als anderen. Linguisten sprechen angesichts solcher feststellbaren Vorlieben von sogenannten Bi- und Trigrammen. So kann es durchaus passieren, dass man mit wahrscheinlichen Buchstaben auch unwahrscheinliche Konstellationen erhält. "Axt" und "ich" bestehen z.B. aus solch relativ gebräuchlichen Buchstaben, enthalten diese allerdings in einer seltenen Kombination. Diese Art von Wortfindungsstörung können wir uns dann etwas genauer ansehen, wenn mit dem Juni die Frage auftaucht, ob nicht auch alle vierbuchstabigen Worte palindrom(ierbar) sind ;)
Fortsetzung:
Elias Canetti schrieb einmal: "Die Buchstaben sind wie Ameisen und haben ihren eigenen geheimen Staat." Und so kommt es, dass in diesem Gewimmel bestimmte Buchstaben die Hauptarbeit erledigen, während man andere kaum bzw. selten zu Gesicht bekommt. "ASTRINDE" und "MOLCH-LUG" könnten da als Eselsbrücke dienen. Sie enthalten die 15 häufigsten in deutschen Texten vertretenen Buchstaben:
Der scheue Rest ist hier zu finden: Wikipedia. Mit dieser Drei-Klassen-Gesellschaft der Buchstaben lässt sich grob die Gängigkeit von Wörtern abschätzen. Addiert man bei bekannten Palindromen die Werte jedes einzelnen Buchstaben und bildet daraus den Mittelwert, erhält man z.B. fürReliefpfeiler 8,4
Retsinakanister 8,3
und für die derzeit 18000 Buchstaben meines Romans 7,8. Damit lässt sich das Feld abstecken und sehen, welche Früchte es trägt. Der Mai naht und damit auch die spannende Frage, ob nicht vielleicht alle dreibuchstabigen Worte palindrom(ierbar) sind. Erfahrungsgemäß lassen sich auf diesem Raum sprachlich kaum Hürden aufschichten, die nicht rückwärts wieder abzutragen wären. Fände man hier die Extremfälle, bräuchte man nicht wahllos alle durchzuprobieren. Nach meiner Zählung existieren zwischen "Aal" und "zur" davon immerhin 180 Exemplare. Mit dieser Systematik kann man ganz gut die leichten Fälle aussortieren:
See (14), Tee (13,7), Ehe (13,2), Lee (12,7), Fee (12,2), ein/nie (11,6), den (10,8), Eis/sie (10,7), neu (10,5), die/Eid (10)
das Mittelfeld durchstöbern,
nix (5,8): "Tarot-Kodex in Nixe" - Doktorat
ski (5,3): Metabolit: Skisumme dem Musikstil. Ob Atem?
fit (5,1): Einreiher! Ein Rotstift fit storniere hier nie.
ich (5,1): Nie werd ich Cidre-Wein.
Axt (4,2): Hass & Diabolie: BTX-Axt bei Lob Aids sah.
Wut (4,1): Nie Fakire. Manitu-Wut in Amerika. Fein!
Ruß (3,9): Modell ahnen. Ruß & Urnenhalle: Dom.
lax (3,3): Metaxa: lax Atem.
fix (3,1): Bei dem Taxi fix atme, Dieb!
um sich schließlich den Exoten zu widmen:
bog (2,5): TV-Rennerei: Zodiak alle. Dann Ego-Brevier Brei verbogen, Nadel-Lakai! Dozieren nervt.
Lok (2,4): Kolossal: Lasso & Lok.
Mob (2,3): Bombiges? Eide! Diese gib Mob.
Typ (2,3): Python! Oh! Typ?
zog (2,2): Nein, extra Zelluloid & Armani. Ego-Zeit kam! Aktie zog ein. Am Radio lulle zart Xenien.
Fuß (2,1): Die Ruß-Ufer: Helix. Exilehre: Fuß & Ureid.
Zoo (2,1): So Ozelot-Systole: Zoos.
wob (2,1): Notruf. Ohne Summe dominiert Siegel. Wob Bowle Geist rein im Odem? Musenhof-Urton.
vom (1,9): Vita, du Ast, Top-Movie sei! Vom Pottsau-Dativ.
Jux (1,6): O Grab. Meiji-Jux: Ujiji-Embargo.
Q.E.D. ;)
Natürlich ist dieser Vorhersage-Algorithmus als Anhaltspunkt nicht absolut zu nehmen. Wie die Ameisen folgen auch Buchstaben einigen Pfaden und Verzweigungen häufiger als anderen. Linguisten sprechen angesichts solcher feststellbaren Vorlieben von sogenannten Bi- und Trigrammen. So kann es durchaus passieren, dass man mit wahrscheinlichen Buchstaben auch unwahrscheinliche Konstellationen erhält. "Axt" und "ich" bestehen z.B. aus solch relativ gebräuchlichen Buchstaben, enthalten diese allerdings in einer seltenen Kombination. Diese Art von Wortfindungsstörung können wir uns dann etwas genauer ansehen, wenn mit dem Juni die Frage auftaucht, ob nicht auch alle vierbuchstabigen Worte palindrom(ierbar) sind ;)
Fortsetzung:
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Donnerstag, 26. April 2007
Montag, 23. April 2007
Bilderrätsel
Die Stadtreinigung von Krefeld beim Entfernen einer gemeinen Schmiererei. Welches Anfangswort wurde hier bereits weggewischt? Soviel sei verraten: es hat etwas mit dem gezeigten Putzutensil zu tun ;)Auflösung: Nepp! Alle Krefelder edle Ferkel. Lappen!
(zum Sichtbarmachen Zeile mit der Maus markieren)
(zum Sichtbarmachen Zeile mit der Maus markieren)
Gesucht ist eine koreanische Automarke in Bezug zur Darstellungsweise (Art der Bildzerlegung).Auflösung: KIA so Mosaik.

Fleischbeschau von links nach rechts ...
Auflösung: Babe. Knie. Ein Kebab.

Ein politisches Palindrom? Wer weiß ;) Es geht jedenfalls um Blutsauger, Niedergang und Gewerkschaften.
Auflösung: Vampire! R.I.P. MAV

Wer weiß, wie "so'n Harmonika-Papier-Dings" vornehm heißt, dem dürfte das hier nicht schwer fallen.
Auflösung: Leporello voller Opel.

Ein Wappen? Ein Tattoo? Na ja, auf jeden Fall ein assoziatives Gebilde ;) Nicht ganz einfach.
Auflösung: Liebesnest. Sense. Beil.
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Fundstücke
Samstag, 14. April 2007
Wie man in den Wald hineinschreibt ...

"Und wirklich ging bald darauf der Mond in voller Pracht auf und leuchtete den Kindern auf den Heimweg und beglänzte die silberweißen Kieselsteine."
Was Hänsel und Gretel mit einem palindromen Roman zu tun haben? Nun, irgendwie ist es ja der Versuch, sich selbst ohne jede Not und Buchstaben streuend möglichst weit im Wald auszusetzen und dann auch auf dem Nachhauseweg noch etwas zu lesen zu haben: die Wegmarkierung als bidirektionale Reiselektüre ;) Das ist wahrscheinlich das einzig Unterhaltsame dabei. Und es braucht Wochen, überhaupt einmal den Anfang aus den Augen zu verlieren. Eine einsame Beschäftigung. Da ist man froh, auf die Spuren von Menschen zu stoßen, die sich an Ähnlichem versuchten. Im November 2006 war es Herbert Pfeiffer, im Dezember Georges Perec und jetzt nach 4 1/2 Monaten treffe ich auf Will Thomas, der es ungefähr 17000 Buchstaben weit brachte. Andere haben sich noch tiefer vorgekämpft und es wird weitere Monate dauern, dahin zu gelangen. Mit etwas Glück werde ich im März 2008 dem Verirrtesten von allen begegnen: dem Finnen Teemu Paavolainen. Und selbst das ist noch weit weg vom "Pfefferkuchenhäuschen der Kombinatorik" ;) In der modernen Verheißung unseres Technologie-Zeitalters markiert ganz tief im Wald vielleicht ein Computer die letzte, die ultimative Herausforderung. Ich hoffe, nicht nur Schachspieler werden mich in diesem Punkt verstehen ...
Donnerstag, 12. April 2007
Schein-Bares III: 7 aus 11
Was soll man dazu noch sagen ...

... entweder man bekommt lange Zeit überhaupt keine palindromen Zahlenfragmente in die Finger oder dann wieder nur solche, die sich auf unheimliche Weise ähneln. Diesmal habe ich es wohl mit der 4 ;)

... entweder man bekommt lange Zeit überhaupt keine palindromen Zahlenfragmente in die Finger oder dann wieder nur solche, die sich auf unheimliche Weise ähneln. Diesmal habe ich es wohl mit der 4 ;)
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Palindromzahlen
Sonntag, 1. April 2007
Pimp my word: April
Wussten Sie, wohin Erni aus der Sesamstraße in den Urlaub fährt? Ich hab's rausgefunden ;) Nach Palindromien. Dort hat er einen Feriensitz in Querfeldeinrennen. Ein Aprilscherz? Nein. Sehen Sie selbst:
Man könnte natürlich einwenden, dass Erni eigentlich mit ~ie geschrieben wird und es unhöflich sei, ihn so zu verstümmeln. Andererseits: Würden Sie Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass er einen Unterkörper besitzt? Eben ;) Ich denke, in ähnlicher Weise kann manchmal auch die körperliche Unversehrtheit der Worte verschmerzbar sein, solange sich ihr Charakter vollständig und zweifelsfrei offenbart. Also:

Man könnte natürlich einwenden, dass Erni eigentlich mit ~ie geschrieben wird und es unhöflich sei, ihn so zu verstümmeln. Andererseits: Würden Sie Ihre Hand dafür ins Feuer legen, dass er einen Unterkörper besitzt? Eben ;) Ich denke, in ähnlicher Weise kann manchmal auch die körperliche Unversehrtheit der Worte verschmerzbar sein, solange sich ihr Charakter vollständig und zweifelsfrei offenbart. Also:
Nenn, Erni, edle Freu-Quengelei reversiblem Murmeltier:
Ehre ihrem Mund? Lege [Söldnerheere] du.
Regelloses = Sorgen. Regelbares = immun.
Lege [Knebele diese Idole].
Mnemonik-City. Trapez: nur Gegner einig.
April: Edelhostie & Zeitsohle. Delir paginieren.
Gegrunze = Party-Tick in Omen. Melodieseide?
Leben - Kegeln um miserable, gernegroße Solle.
Gerudere (ehrend, Lösegeld-Nummer) hierher:
eitlem Rummel bis Reverie. Leg neu: [Querfeldeinrennen].
Ehre ihrem Mund? Lege [Söldnerheere] du.
Regelloses = Sorgen. Regelbares = immun.
Lege [Knebele diese Idole].
Mnemonik-City. Trapez: nur Gegner einig.
April: Edelhostie & Zeitsohle. Delir paginieren.
Gegrunze = Party-Tick in Omen. Melodieseide?
Leben - Kegeln um miserable, gernegroße Solle.
Gerudere (ehrend, Lösegeld-Nummer) hierher:
eitlem Rummel bis Reverie. Leg neu: [Querfeldeinrennen].
Sonntag, 18. März 2007
Palindrome goes poetry: Stadt.Fluchten
Wenn Dichtung eine Art Niederschlag aus Geistesgewittern bildet, dann sind Palindrome dabei vielleicht so etwas wie Fulgurite: Stein gewordene Blitze, geschmolzener Sand. Selten, bizarr und unansehnlich ;)Sie aufzuspüren, auszugraben, zu sammeln und Symmetrisches daraus zu puzzeln, ist mehr als beschwerlich, es dann noch einer bestimmten Form oder Figur ähneln zu lassen, nahezu unmöglich. 19 Gedichte hatte ich bis März 2006 aus diesem Material gefertigt und alle hatten sich einer intentionalen Einflussnahme entzogen. Da, wo die Worte vor dem Spiegel stehen und mit sich selbst beschäftigt sind, gehorchen und gehören sie einem nicht mehr ;)
Denkbar schlechte Voraussetzungen also, um mich als 20. an einen passenden Beitrag zum Thema Stadt zu wagen. Ein Wort übrigens, das im Deutschen unumkehrbar ist. Ich wollte es aber um jeden Preis im Titel unterbringen. Da half wie so oft nur Eines: beim Nachbarn klingeln und borgen ;) Im Englischen z.B. wandelt sich die Stadt von City zu ~ytic, einer Endung, die man von u.a. von analytisch her kennt. So ergab sich um ein paar Ecken:
Late protolytic age: Megacity? Lot or petal.
Protolyse beschreibt im engeren Sinne eine Protonenübertragung von Säuren zu Basen. Das ist weiter gefasst Zerfall, Dissoziation und Fließgleichgewicht. Damit öffnete sich eine unheimliche, fast philosophische Dimension:
Spätes Stadium des Zerfalls: Großstadt? Ein Stück Land oder Blütenblatt.
Zivilisationskritik, Apokalypse und Entropie in einem. Wow. Was für ein Fundstück ;) Und es kam noch besser. Die Suche nach typisch urbanen Attributen führte u.a. zu "Beton & Metall", einer der seltenen Konstellationen, die in eine Endlosschleife münden können:An einer Stelle immer wieder aufgebrochen, erzeugte das eine palindrome Kaskade, die sich letztlich zur vollen Blüte entfalten ließ:

Was auf den ersten Blick vielleicht etwas "wüst" aussieht, folgt einem regelmäßigen Aufbau:

Natürlich wird der aufmerksame Leser feststellen, dass sich bei diesem Schema ein 6. Blütenblatt hinzugeschummelt hat. Man möge es mir nachsehen: so ging es leichter zu zeichnen.
Wolfgang Kayser schrieb einmal: "Eine Dichtung lebt und entsteht nicht als Abglanz von irgend etwas anderem, sondern als in sich geschlossenes sprachliches Gefüge." Sogesehen braucht sich dieser Text wohl nicht zu verstecken ;)
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Teilhabe,
Wissens-Wertes
Donnerstag, 1. März 2007
Pimp my word: März
Jetzt, wo die Nächte langsam wieder kürzer werden und mit ihnen auch die Monatsnamen, könnte man glauben, dass Palindrome eigentlich ein leichteres Spiel hätten. Schließlich kann das Auseinander-Klamüsern von vier Buchstaben (z.B. Juni) nicht schwieriger sein als das von neun (September). Warten wir's ab ;) Der März lässt sich jedenfalls noch relativ gut domestizieren, wenn man das ä als ae ansieht: zreaM.Sonntag, 25. Februar 2007
Tod durch Rechtschreibreform
Es scheint fast, als hätte die Rechtschreibreform den Palindromen im Großen und Ganzen nichts anhaben können: Ob etwas groß, klein, zusammen oder auseinander geschrieben wird, spielte hier noch nie eine Rolle. Und das mit dem ss/ß haben sie schon immer flexibel ausgelegt. Wie's halt passte ;) Nun könnten sie sich eigentlich überschwänglich über einige Neuzugänge freuen:
Nichts Weltbewegendes eben. Wie bei den Verlusten:
So scheint es. Wäre da nicht das einsame Märtyrium des armen Greuels. Das einzige Palindrom, das man gleichzeitig von vorn und hinten meuchelte. Hier wurde wirklich ganze Arbeit geleistet! Schauen Sie selbst: Nach langjährigen Verdiensten als Brückenpalindrom (~l euer g~) hätte es auch in der Invalidität als Gräuel noch einen sicheren Fortbestand in ~leue arg haben können. Die deutsche Sprache hatte jedenfalls lange Zeit ein Wort, das so endete: verbleue. Aber auch dessen Todesurteil lautete Stammschreibung: gräulich verbläut, das arme Ding. Ich habe mir daher erlaubt, ihm zu Ehren in meinem Roman ein verstecktes Denkmal zu setzen. Oder zwei, drei, viele ;)
Bonboniere (herein ob nob~)
Grafit (Operneid dienre Potifar g~)
Hämorriden (~ne dir rom äh)
Jogurt (trug o ja)
Kartografie (reif arg o traktat)
Nessessär (re ass es sen~)
Ordonanz (~z nano dro)
Orthografie (reif arg oh tro~)
Fonotek (Keton oft)
Grafit (Operneid dienre Potifar g~)
Hämorriden (~ne dir rom äh)
Jogurt (trug o ja)
Kartografie (reif arg o traktat)
Nessessär (re ass es sen~)
Ordonanz (~z nano dro)
Orthografie (reif arg oh tro~)
Fonotek (Keton oft)
Nichts Weltbewegendes eben. Wie bei den Verlusten:
Ballokal (Flak oll ab)
belemmert (stremme leb~)
Bettuch (Cinema. Amen, ich cutte b~)
Klemmappe (nepp am melk~)
Roheit (~tie horn)
Rommé (wem mord)
Wollappen (nepp all o weh)
Zellehre (erhelle z~)
belemmert (stremme leb~)
Bettuch (Cinema. Amen, ich cutte b~)
Klemmappe (nepp am melk~)
Roheit (~tie horn)
Rommé (wem mord)
Wollappen (nepp all o weh)
Zellehre (erhelle z~)
So scheint es. Wäre da nicht das einsame Märtyrium des armen Greuels. Das einzige Palindrom, das man gleichzeitig von vorn und hinten meuchelte. Hier wurde wirklich ganze Arbeit geleistet! Schauen Sie selbst: Nach langjährigen Verdiensten als Brückenpalindrom (~l euer g~) hätte es auch in der Invalidität als Gräuel noch einen sicheren Fortbestand in ~leue arg haben können. Die deutsche Sprache hatte jedenfalls lange Zeit ein Wort, das so endete: verbleue. Aber auch dessen Todesurteil lautete Stammschreibung: gräulich verbläut, das arme Ding. Ich habe mir daher erlaubt, ihm zu Ehren in meinem Roman ein verstecktes Denkmal zu setzen. Oder zwei, drei, viele ;)
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Samstag, 17. Februar 2007
Mo(nu)ment mal II
Kaum zu glauben. Schon ein Vierteljahr rum mit dem Roman. Und - es geht erstaunlich gut voran. Pro Monat kamen ca. 500 palindrome Wörter hinzu. Dieses ernorme Pensum musste ich mir auferlegen, damit es mit der anvisierten Fertigstellung klappt. Zum nächsten Palindrom-Feiertag am 01.02.2010. Das Verfahren an sich ist relativ einfach und effektiv: wechselseitige Überlappung. Was sich an einem Ende einfügt, sollte auf der anderen Seite möglichst richtungsweisend sein:
z.B. hat netto als Spiegelbild otten. Sucht man nun nach Worten, die so enden, findet man meistens etwas Erfolgversprechendes, wie Bergamotten, Karotten, Klamotten und Marotten. Jedes bringt dabei einen speziellen Überhang mit: netto magre b, netto rak, netto mal k, netto ram. Und manches erweist sich bereits da als Palindrom:"nettomagre bergamotten", "netto mal klamotten". Vieles erfordert weitere Anschluss- und Zwischenstücke: "netto raketen gier ereignete karotten". Aber nur Weniges ergibt irgendwann eine halbwegs sinnhafte Spur: "netto rambo jeder tat etatrede jobmarotten".
Die Verkettung selbst ist also nicht das eigentliche Problem, sondern der enorme Aufwand der nötig ist, das für die jeweilige Stelle ideale Wort zu finden. Das hat durchaus die Dimension der Castings, wie man sie bei DSDS erleben kann ;) Bei der aktuellen Staffel wurden für einen einzigen Superstar ca. 30000 Kanditaten in Augenschein genommen. Das entspricht ungefähr der Menge an Wortformen, die mit r enden. Und da hat man noch Glück! Stünde man vor der Verlegenheit, eins suchen zu müssen, das mit s endet, sähe man sich fast 100000 Geschöpfen gegenüber. Sprachlich habe ich auf diese Weise bestimmt schon das ganze Land mehrfach auf den Kopf gestellt ;) Da sei mir folgende Analogie hoffentlich erlaubt bzw. verziehen:
z.B. hat netto als Spiegelbild otten. Sucht man nun nach Worten, die so enden, findet man meistens etwas Erfolgversprechendes, wie Bergamotten, Karotten, Klamotten und Marotten. Jedes bringt dabei einen speziellen Überhang mit: netto magre b, netto rak, netto mal k, netto ram. Und manches erweist sich bereits da als Palindrom:"nettomagre bergamotten", "netto mal klamotten". Vieles erfordert weitere Anschluss- und Zwischenstücke: "netto raketen gier ereignete karotten". Aber nur Weniges ergibt irgendwann eine halbwegs sinnhafte Spur: "netto rambo jeder tat etatrede jobmarotten".
Die Verkettung selbst ist also nicht das eigentliche Problem, sondern der enorme Aufwand der nötig ist, das für die jeweilige Stelle ideale Wort zu finden. Das hat durchaus die Dimension der Castings, wie man sie bei DSDS erleben kann ;) Bei der aktuellen Staffel wurden für einen einzigen Superstar ca. 30000 Kanditaten in Augenschein genommen. Das entspricht ungefähr der Menge an Wortformen, die mit r enden. Und da hat man noch Glück! Stünde man vor der Verlegenheit, eins suchen zu müssen, das mit s endet, sähe man sich fast 100000 Geschöpfen gegenüber. Sprachlich habe ich auf diese Weise bestimmt schon das ganze Land mehrfach auf den Kopf gestellt ;) Da sei mir folgende Analogie hoffentlich erlaubt bzw. verziehen:
Donnerstag, 1. Februar 2007
Pimp my word: Februar

Palindrome? "Das ist doch Quark!" wird sich bestimmt schon manch einer gedacht haben. Auf den Februar trifft das sogar in besonderer Weise zu ;) Er entführt uns nämlich in die Welt der Elementarteilchen, dorthin, wo sich Quark und Anti-Quark vereinen, zu den Mesonen. Wie das passieren konnte:






